Lumera Laser GmbH

Geschäftsführer der Lumera Laser GmbH in Kaiserslautern, haben sich im Jahr 2001 entschlossen ihre Ideen in einem eigenen Unternehmen zu verwirklichen. Mit ihrem Konzept für eine Firma, die sich auf eine spezielle Lasertechnik konzentrieren wollte, bewarben sie sich für den "Pioniergeist 2001" und wurden mit dem ersten Preis für ihren Mut zur Selbstständigkeit belohnt. Der von ihrer Firma neu entwickelte Laser produziert besonders kurze Lichtblitze. "Dadurch hat das Material keine Zeit, Lichtenergie in Wärmeenergie umzuwandeln. Unser Laser ermöglichte erstmals den so genannten kalten Abtrag, der ohne Materialschäden vonstatten geht", erläutert Dr. Achim Nebel die selbst entwickelte Innovation. Man könne damit viel präziser arbeiten als bei der bisher üblichen Wärmebearbeitung, die für viele Stoffe schädlich sei.

Der Wunsch zur Selbstständigkeit stellte sich bei den vier Unternehmensgründern schon während ihrer Zeit an der Universität Kaiserslautern ein, an der sie alle am selben Lehrstuhl promovierten und sich durch gemeinsame Projekte kannten. "Wir hatten jeder unseren Spezialbereich mit umfangreichem Wissen – und das zusammen ließ sich gut in marktfähigen Produkten umsetzen", erzählt Dr. Nebel und setzt hinzu: "Hätten wir das nicht getan, dann wäre viel Wissen verloren gegangen." Geprägt von ihrem anwendernahen Lehrstuhl hatten sie alle sehr praktische Kenntnisse über Zielmärkte und Strukturen erlangen können. "Wir knüpften auch an der Uni schon erste Kontakte und Beziehungen", erinnert sich der 45-Jährige. "Da sind wir mit unserer Selbstständigkeit nicht mehr ins ganz kalte Wasser gesprungen."

Seitdem hat sich für die Firma Lumera Laser einiges verändert, denn das Unternehmen entwickelt sich sehr positiv: "Nach anfänglicher Skepsis des Marktes gegenüber unserer neu entwickelten Technologie expandieren wir derzeit massiv", berichtet der Geschäftsführer Nebel. Viel Zeit und intensives Marketing habe es gebraucht, ehe man eine akzeptable Marktdurchdringung erreichte. Der Vorteil für Lumera Laser lag dabei in ihrer individuellen Beratung und der kundennahen Präsentation: Indem sie jedem potenziellen Kunden ihre Lasertechnik demonstrieren und die gesamte Wertschöpfungskette zeigen konnten, erwarben sie Vertrauen. Zudem konnten die Kunden bei der Lumera für ihre jeweilige Anwendung die Laser erproben und so den optimalen Umgang mit der neuen Lasertechnik lernen. Heute agiert die Lumera Laser GmbH weltweit – in Asien, Amerika und Europa – und beschäftigt 27 Mitarbeiter, einen Auszubildenden zum Industriekaufmann und zwei FH-Studenten. Durch die Betreuung von Diplomarbeiten rekrutiert die Firma neue Mitarbeiter und verzahnt Theorie und Praxis, profitabel für beide Seiten. "Wir sind jetzt eine Stufe weiter", sagt Dr. Achim Nebel. "Wir müssen nicht mehr die neue Technik erklären, sondern können den Kunden mit unseren Lasern maßgeschneiderte Lösungen anbieten."

Ein großes Ziel hatte sich das Unternehmen gesteckt, indem es sich auf Industriekunden konzentriert. Hier ist das Wachstumspotenzial sehr groß, da diese Kunden oftmals größere Stückzahlen von Lasern benötigen. "Die Reaktionen darauf sind sensationell gut. Inzwischen arbeiten wichtige Institutionen mit Lasern von uns", freuen sich die Geschäftsführer.

Der Gründerpreis der ISB, der "Pioniergeist 2001", war für das junge Unternehmen eine große Hilfe. "Gerade am Anfang, als preisintensive und aufwendige Investitionen anstanden, waren wir für diese Unterstützung sehr dankbar", erinnert sich Dr. Achim Nebel. Für zukünftige Unternehmer hat der Geschäftsführer noch einen wichtigen Tipp parat: "Man muss fundierte Planungen haben und beharrlich sein, ein Blick nach vorn ist sehr wichtig. Und wer nicht an sich selbst glaubt, der kann auch andere nicht überzeugen."

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