handicab mobil GmbH

Harald Gasenzer und Stefan Schützeberg, die beiden Geschäftsführer der handicab mobil GmbH, erhielten den begehrten Gründerpreis im Jahr 2005 für ihr gut durchdachtes Konzept zum Sprung in die Selbstständigkeit. Gasenzer und Schützeberg bieten in ihrem Unternehmen die Umrüstung von Fahrzeugen für mobilitätseingeschränkte Personen an. Behinderte und Senioren erhalten durch Lenkhilfen, Schwenksitze, Rollstuhlverladesysteme oder durch Umbauten von Gas- und Bremspedalen die Möglichkeit, per Pkw mobil zu sein. Der Schritt zum eigenen Unternehmen war für beide ein Wagnis, wenn auch ein überschaubares: "Als leitende kaufmännische bzw. technische Angestellte in einem alteingesessenen Umrüstungsunternehmen verfügten wir bereits über jahrelange Branchenkenntnis und gute Kontakte", schildert Gasenzer. Aus dieser Erfahrung gehören bei handicab mobil neben der technischen Umrüstung von Fahrzeugen auch eine umfassende Beratung rund um die Themen Führerschein, Kostenübernahme oder Sondergenehmigungen zum innovativen Konzept. Dies und ein solides Finanzkonzept mit klar strukturiertem Businessplan überzeugten im Jahre 2005 die Pioniergeist-Jury.

"Der Preis hat uns sehr geholfen, in der Region und – durch die Berichterstattung in Fachzeitschriften und im Fernsehen – auch überregional bekannt zu werden", ist Gasenzers begeistertes Fazit. Das Preisgeld haben die beiden Gründer vor allem in die Werbung gesteckt: "Bei Messeauftritten, mit Anzeigen und durch eine Internetpräsenz machen wir unser Angebot bekannt, wobei gerade letzteres ein wichtiges Medium für unsere potenziellen Kunden ist." Technische Flexibilität und die Entwicklung eigener Produkte, kundengerechter Beratungsservice und die steigende Bekanntheit haben das Unternehmen erwartungsgemäß bereits 2006 in die schwarzen Zahlen gebracht und zudem Arbeitsplätze geschaffen: "Zwischenzeitlich haben wir bereits einen Autoelektriker fest angestellt und werden uns in 2007 auch eine Halbtagskraft für die Verwaltung leisten können", freut sich Gasenzer. Zwei Tipps für zukünftige Existenzgründer haben die Pioniergeist-Gewinner aus eigener Erfahrung parat: "Die Zielsetzung muss klar sein und die eigenen Stärken und die der Mitbewerber müssen bekannt sein. Und: Meist wird es etwas anders laufen als geplant, weshalb man auf jeden Fall finanzielle und zeitliche Puffer einplanen muss."

Auch ein Jahr später konnte sich wieder ein Mainzer Unternehmer über die Pioniergeist-Statue freuen: Peter Karrié wurde für sein Nachfolgekonzept der Karrié Bau GmbH & Co KG und die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Baubranche mit dem "Pioniergeist 2006" ausgezeichnet. "Gut ein halbes Jahr haben wir die Unternehmensübergabe von meinem Vater auf mich organisatorisch vorbereitet, doch zuvor habe ich den Betrieb bereits zwei Jahre lang von innen kennen gelernt", berichtet Peter Karrié. Dem Einstieg in den väterlichen Betrieb waren ein Bauingenieurstudium in München und drei Jahre als Bauleiter in einem fremden Unternehmen voraus gegangen. "Die ersten Erfahrungen und Fehler macht man am besten nicht im eigenen Betrieb", schmunzelt Karrié. 

Auch heute noch kann der Junior auf die Erfahrungen und die Kontakte von Senior Hermann Karrié zurückgreifen, der das Unternehmen 1982 gegründet hat. Denn der hat sein Büro noch im gleichen Haus und arbeitet weiterhin als Chef des Bauträgers Karrié Objecta GmbH & Co. KG. Alt und jung unter einem Dach? Für Peter Karrié kein Problem: "Mein Vater steht mir weiterhin mit Rat und Tat zur Seite, wenn ich ihn darum bitte. Aus dem Tagesgeschäft hält er sich heraus, doch seine Erfahrung, seine Kontakte und das Vertrauen, das er in der Vergangenheit für unsere Firma erworben hat, sind nach wie vor unbezahlbar." Und was hat sich seit dem Kauf des Unternehmens verändert? Bereits im Jahr der Übernahme (2005) hat Peter Karrié Expansionskurs gesteuert und die Mitarbeiterzahl von 60 auf 90 aufgestockt. Zudem hat er das Unternehmen spezialisiert auf Bauwerkserhaltung mit modernen Verfahren. Und das mutige Konzept hat sich ausgezahlt: "Als in der Jahresmitte 2006 die Baukonjunktur angesprungen ist, wurde es bei uns hektisch. Inzwischen haben wir bereits 95 Beschäftigte und konnten den Umsatz verdoppeln", erzählt Karrié stolz. Zurzeit sucht er sogar noch weitere Fachkräfte.

Den Anstoß für die Teilnahme am Pioniergeist-Wettbewerb bekam er von seiner Hausbank. "Der Berater zeigte mir die Ausschreibung und meinte: "Das passt doch zu Ihnen!" Die Bewerbung war schnell erstellt, denn für die Begründung musste Karrié nur Einiges in dem Schreiben ändern, das er für die Beantragung von Fördermitteln aufgesetzt hatte sowie das vierseitige Formular ausfüllen. Ein Businessplan und weitere Unterlagen waren sowieso schon erstellt. Der Preis war dann doch eine Überraschung. Das damit gewonnene Geld hat Karrié in die Firma gesteckt. Geld war aber nicht das Wichtigste für Ihn: "Die Annerkennung für mein Konzept, die Bekanntheit, die wir durch die Berichterstattung in den Medien erlangt haben und die wunderbare Verleihungsfeier habe ich sehr genossen." Unternehmensgründern rät er, mit einem guten Beraterteam zusammen zu arbeiten, das sie kennen und dem sie voll vertrauen. "Bei mir waren es Steuerberater, Hausbank und Anwalt. Man muss einfach zusammen passen".

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