AESKU.Diagnostics

Dr. Torsten Matthias hat im Jahr 2000 mit der Pioniergeist-Statue ausgezeichnet wurde: Der Gründer der Aesku.lab Diagnostika, heute AESKU.Diagnostics, entschloss sich während verschiedener Bewerbungsgespräche für die Selbstständigkeit als Unternehmer. "Als meine Gesprächspartner mir sagten, dass meine Ideen von automatisierten Verfahren zwar interessant, aber bei ihnen nicht umsetzbar wären, reifte in mir der Gedanke, es doch selbst zu versuchen", erinnert sich der Biochemiker. Als dann eine große Pharmafirma bereit war, nach seiner Idee gefertigte Produkte zu kaufen und zu vertreiben, war der Damm gebrochen: Etwa zwei Monate plante und rechnete Torsten Matthias, formulierte sein innovatives Konzept für die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von In-vitro-Diagnostika (ELISA-Teste) zur Diagnose von Autoimmunerkrankungen. Parallel dazu machte er Termine mit Banken wegen der Finanzierung: "In dieser Zeit hatte ich teilweise nur drei, vier Stunden Schlaf pro Nacht. Aber mit meinem Businessplan und der Zusage meines ersten Vertriebspartners konnte ich meine Gesprächspartner überzeugen", erzählt er stolz.

Fremd war dem Firmengründer Markus Steffens die Branche dabei nicht: Insgesamt fünf Jahre lang war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Teamleiter am Institut für Verbundwerkstoffe der Universität Kaiserslautern tätig und erwarb dort seine umfangreichen Kenntnisse über Kunststoffe und deren Verarbeitung. Besonders beschäftigte ihn dabei die Überlegung, wie sich der klassische Konstruktionswerkstoff Metall durch Kunststoffbauteile substituieren ließe. "Ich stellte schnell fest, dass in diesem Bereich nur sehr wenige Experten über Fachkenntnisse verfügten – ein Grund mehr, mich in diese Materie zu vertiefen", begründet Markus Steffens heute den Grundstein seines Unternehmens. Kunststoff sei durch sein geringes Gewicht bei gleichzeitig guten Eigenschaften und das vorteilhafte Fertigungsverfahren besonders im Automobilbau unverzichtbar geworden. Zudem entwickelt die Firma Adete Verfahren, mit denen sich selbst hoch belastete Bauteile aus Kunststoff fertigen lassen. Dieser werde dabei mit Fasern aus Glas oder Kohlenstoff verstärkt, erläutert der Fachmann Markus Steffens.

Seit der Unternehmensgründung vor nunmehr fast acht Jahren hat sich für den heute 38-jährigen Familienvater vieles verändert: War er damals noch als Einzelunternehmer mit einem Ingenieur-Büro auf dem Universitätsgelände tätig, beschäftigt er inzwischen am neuen Standort in Kaiserslautern-Siegelbach neun Mitarbeiter. "Beinahe jede Firma, die in Europa Fahrzeuge fertigt, zählt mittlerweile zu unseren Kunden", berichtet der Geschäftsführer stolz. Zu 60 Prozent seien sie in der Automobilbranche tätig, außerdem in der Luftfahrt, im Apparat- und Anlagenbau und im Maschinenbau. Markus Steffens hatte dort großes Marktpotenzial entdeckt und es genutzt. "Der Erfolg dabei gibt uns recht", resümiert er.

Der Gründerpreis "Pioniergeist 2000" brachte dem jungen Unternehmen neben erster Bekanntheit vor allem weiteres Startkapital. Und für alle zukünftigen Existenzgründer hat Markus Steffens noch einen Tipp parat: "Am wichtigsten ist ein gutes Konzept mit realistischen Zahlen. Definitiv notwendig ist auch professionelle Beratung. Und dass man selbst voll und ganz hinter seiner Idee steht und sich nicht davon abbringen lässt."

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